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Schule > ErdkundeTropischer Regenwald > Bodennutzung im tropischen Regenwald   

  Bodennutzung im tropischen Regenwald  

Verfasst von Oliver Kuna am 01.01.2001

Im tropischen Regenwald bestehen mehrere Mglichkeiten der Bodennutzung. So herrschen neben der Frderung von Rohstoffen wie Eisenerz und der Energiegewinnung mithilfe von Staudmmen zwei wesentliche Systeme in der Landwirtschaft vor. Diese beiden Systeme lassen sich zunchst in einen traditionellen und einen modernen Sektor unterteilen.

Im traditionellen Sektor wird mit hohem Arbeitsaufwand eine Subsistenzwirtschaft aufrecht erhalten, die vor allem dazu dient, die eigene Familie zu ernhren. Sie wird in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben angewendet und ist in den unterentwickelten tropischen Lndern dieser Erde am hufigsten vertreten. Vereinzelt erwirtschaften diese Familienbetriebe auch geringe berschsse, allerdings nur in geringem Mae, so dass sie damit nur wenig Geld verdienen.
Die am hufigsten praktizierte Methode der Nutzung innerhalb dieser Betriebe ist das System der so genannten shifting cultivation (auch innertropischer Wanderfeldbau oder Landwechselwirtschaft genannt). Dabei werden natrliche Regenwaldflchen abgebrannt, damit dort Nutzpflanzen angebaut werden knnen. Durch die Brandrodung und die dadurch resultierende Ascheschicht erhlt der Boden kurzzeitig viele Nhrstoffe. Allerdings hlt der Nhrstoffanteil im Boden nur fr wenige Jahre an. Danach muss sich der Bauer, der shifting cultivation betreibt, neue Rodeflchen suchen, die meist weiter von seinem Wohnhaus entfernt sind, so dass er und seine Familie in die Nhe der neuen Ackerflche umziehen mssen. Die Erschlieung neuer Rodeflchen bezeichnet man als shifting away. Zwar bentigt eine brandgerodete Regenwaldflche ca. 7-16 Jahre um sich vollstndig zu regenerieren, d. h. ihren ursprnglichen Nhrstoffgehalt wieder aufzubauen, jedoch werden heutzutage bereits gerodete Flche noch innerhalb dieses Zeitraums erneut gerodet. Zu welchen Problemen dies fhren kann, wird an anderer Stelle noch nher erlutert.
Das System der shifting cultivation wird im Idealfall jedenfalls so weit fortgefhrt, bis der Bauer wieder an seiner ersten Ackerflche, die sich zwischenzeitlich regeneriert hat, angelangt ist und diese wieder roden und anschlieend bebauen kann.

Der moderne Sektor beruht im Wesentlichen auf der Plantagenwirtschaft (bereits im 16. Jh. von Europern in der Karibik gegrndet) und anderen agrarischen Grobetrieben. Sie ist im Gegensatz zur Subsistenzwirtschaft extrem weltmarktorientiert und wird zudem mit einer groen Kapitalgrundlage betrieben (unter Einsatz von Fremdkapital). Moderne technologische Produktions- und Abbauverfahren und der Einsatz von vielen Arbeitskrften ermglichen hohe Gewinne bei geringer Arbeitszeit.
Plantagen sind auf eine oder mehrere einzelne hochwertige Exportprodukte wie Frchte oder Rohstoffe spezialisiert, die fr den Weltmarkt bestimmt sind. Besonders bevorzugt werden mehrjhrige Nutzpflanzen oder Dauerkulturen wie Kaffee, Kakao, Tee, Sisal, Kautschuk, Zuckerrohr oder Bananen.
Heutzutage sind es grtenteils auslndische Firmen, die in tropischen Lndern Plantagenwirtschaft betreiben.

Wie bereits bekannt sein drfte, tragen Monokulturen zur Verarmung des Bodens bei. Warum ist aber trotz der Dauerkulturen ein relativ gleichmiger Ertrag mglich? Die Antwort auf diese Frage hngt eng mit dem Nhrstoffkreislauf im tropischen Regenwald zusammen. Forscher haben herausgefunden, dass auch im Wurzelsystem der Dauerkulturen auf Plantagen verschiedene Arten von Mykorrhizen vorkommen, die die Nhrstoffe im Boden herausfiltern und an die Pflanzen abgeben knnen.

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