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Schule > ErdkundeTropischer Regenwald > Nutzung des tropischen Regenwaldes in der Elf...   

  Nutzung des tropischen Regenwaldes in der Elfenbeinküste  

Verfasst von Oliver Kuna am 01.01.2001

Aufgabe:
Erläutern Sie die Nutzung des tropischen Regenwaldes in der Elfenbeinküste. (M: Seydlitz, 42.2)


In der 1958 gegründeten Republik Elfenbeinküste, die im Westen Afrikas liegt (5-10° N, 2-4° W), wird der Regenwald seit jeher landwirtschaftlich bzw. forstwirtschaftlich genutzt. Das -am Verhältnis tropischer Länder gemessen- ehemals wirtschaftlich florierende Land steht heute vor einem ökologischen Problem. Mit einer Entwaldungsrate von 5,2% im Jahr verschwindet der Regenwaldbestand der Elfenbeinküste stetig und dürfte laut Darmstädter Echo vom 03.08.96 bereits im Jahre 2000 vollständig verschwunden sein, wenn nicht rechtzeitig etwas unternommen wird. Der Rückgang ist zwar zu einem großen Teil auf Holzraubbau zurückzuführen, ein weiterer Grund ist allerdings auch die eigene Landwirtschaft, die sich gewissermaßen selbst in den Ruin treibt. Denn ohne Waldbestände, und das dürfte einleuchtend sein, hat weder die Forstwirtschaft eine Chance noch bleibt der Landwirtschaft eine Möglichkeit, sich die dann einstigen Vorteile des Regenwaldes zunutze zu machen. Ohne Pflanzen und -was noch viel wichtiger ist- ohne die Nährstoffe abgebenden Mykorrhizen-Pilze im Wurzelgeflecht verkümmert der Boden langfristig.

Kommen wir zu den Gründen des Waldrückgangs. Zum einen trägt ja, wie bereits gesagt, der Holzraubbau enorm zum Verlust der ursprünglich 14 Mio. Hektar bei. Der zweitgenannte Faktor, die Binnenlandwirtschaft, zerstört den Regenwald dahingehend, dass sie alte Landnutzungsformen wie die shifting cultivation anwendet. Dieses eigentlich auf das Gleichgewicht der Natur bedachte Prinzip, das nach etwa dreijähriger Anbauperiode eine 12-jährige Brache- bzw. Regenerationsphase der gebrandrodeten, agrarisch genutzten und seinen Nährstoffen entzogenen Regenwaldfläche vorsieht, wird heutzutage leider nicht mehr korrekt angewandt. Die Gründe dafür sind primär jedoch nicht fehlendes Umweltbewusstsein bei den Kleinbauern, den Anwendern dieses Prinzips, sondern vielmehr eine Reaktion auf das Bevölkerungswachstum in tropischen Ländern und den analog ansteigenden Nahrungsbedarf. So werden die Brachezeiten verkürzt, um auf einem Feld, welches erst vor wenigen Jahren kultiviert wurde, erneut Ackerbau zu betreiben. Die Bodenqualität lässt natürlich immer mehr nach, weshalb weitere Regenwaldflächen gerodet werden müssen, die dann soweit ausgebeutet werden, bis sie sich nicht mehr regenerieren können. Da in der Elfenbeinküste der primäre Sektor (Land-/Forstwirtschaft, Fischerei) zu einem Drittel zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt und Dreiviertel der Exporteinnahmen leistet, vollzieht sich der Rückgang des Regenwaldes dort extrem schnell und einem derart hohen Maße, dass innerhalb von 35 Jahren fast 10 Mio. Hektar Waldfläche verschwanden (von 1960-1995). Dieses rapide Fortgehen ereignete sich allerdings auch erst ab dem Jahre 1960, davor war der Rückgang vergleichsweise gering.

Mit zahlreichen Zuwanderern stieg die Bevölkerungszahl und damit auch der Nahrungsmittelbedarf. Gewinne wurden mit dem Export von Regenwaldhölzern erzielt, sodass die Wirtschaft bald einen höheren Status erhielt. Nichtsdestotrotz stellt der Rückgang der Regenwälder in der Elfenbeinküste ein ernstzunehmendes Problem für die dortige Wirtschaft dar, welches dringend einer Lösung bedarf. Mit dieser beschäftigt sich die folgende Aufgabe, "Möglichkeiten zum Schutz des Regenwaldes".

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