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  Hydrographie, Landwirtschaft und Boden in Norddeutschland  

Verfasst von Oliver Kuna am 01.01.2001

Anhand der Karte auf S. 18-19 im Diercke-Weltatlas werde ich die Hydrographie Norddeutschlands beschreiben. Wie schon in der letzten Hausaufgabe vom 05.02.01 beschrieben, werden Flüsse, Gewässer und Meere blau dargestellt.

Auffällig an Norddeutschlands Hydrographie ist zunächst, dass sehr viele große und wichtige Flüsse (Ems, Weser und Elbe) in die Meere Nordsee und Ostsee fließen. Ihr Ursprung liegt im deutschen Mittelgebirge, d. h. die Flüsse fließen aus dem Südosten in nordwestlicher Richtung nach Norddeutschland und münden dort in die Meere. Dies liegt daran, dass die Flussquellen höher liegen als die Meere (zwischen 750 und über 1000 m) und im Laufe von Tausenden von Jahren natürliche Flussläufe entstanden, die u. a. von der jeweiligen Landhöhe abhängig waren und sind.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal für Norddeutschlands Hydrographie ist die Mecklenburgische Seenplatte, die sich im Nordosten Norddeutschlands (der südwestliche Teil Mecklenburg-Vorpommerns) befindet. Sie besteht aus zahlreichen Seen mittlerer Größe (u. a. Schweriner See, Plauer See, Müritz), von denen die meisten durch kleinere Flüsse und Kanäle miteinander verbunden sind. Die Entstehung dieser -auf Deutschland bezogen- außergewöhnlichen Seenlandschaft ist auf die letzte Eiszeit in Deutschland zurückzuführen, die vor etwa 10.000 bis 20.000 Jahren war. Diese verursachte nämlich Bodenerosionen, wodurch sich u. a. Seen wie die Müritz bildeten.

Zuletzt ist noch das Wattenmeer an der Nordseeküste zu nennen, jene breite Fläche von der Küste bis zu den Ost- bzw. Nordfriesischen Inseln, die -abhängig von den Gezeiten- entweder mit Wasser überströmt wird oder in Form von Schlickboden sogar begehbar ist. Diese auf der ganzen Erde einzigartige Meeresform gibt es nur an einigen Nordseeküsten; ähnliche Formen treten zwar auch in tropischen oder trockenen Klimazonen auf, jedoch ist das Watt, also der Meeresboden, nicht so reich an kleinen Tieren und Mikroorganismen.

Landwirtschaft & Bodentypen (Diercke-Weltatlas S. 48-49):

Norddeutschland besitzt zahlreiche unterschiedliche Bodentypen, allerdings gibt es dort nicht so viele verschiedene Typen wie beispielsweise in Süddeutschland. Vorherrschend ist der Typ Podsole, der eher unfruchtbar ist und in der Landwirtschaft als Weide- oder Grasland genutzt wird. Weiterhin kommen auch (Para-)Braunerden vor, besonders um Emden und Cloppenburg-Diepholz-Osnabrück herum sowie in der Osthälfte Schleswig-Holsteins und in großen Gebieten Mecklenburg-Vorpommerns (ebenfalls östlicher Teil) sind diese zu finden. Auch diese Flächen, die durch Erosion des Bodens entstanden sind (aufgrund der Abholzung von Wäldern), werden als Weideland aber auch als Anbauflächen für Getreide genutzt. Ebenfalls weit verbreitet sind Moorböden, die sich zwar in Küstennähe, jedoch nicht direkt am Meer befinden. Moorböden sind sehr feucht und schwammig, weshalb darauf keine Landwirtschaft betrieben werden kann. Nur durch Austrocknen dieser Flächen ist eine derartige Nutzung möglich. Zudem kann dort Torf abgebaut werden, welches in der Pflanzenzucht und als Heizstoff verwendet wird. Auch Marschböden, die man vorwiegend an der Nordseeküste findet, sind für den Anbau von Getreide kaum nutzbar und wird deshalb überwiegend für die Rinderhaltung verwendet. Lediglich Weizen wird dort in stellenweise angebaut (Ostfriesland, Dithmarschen), wobei dieser in Deutschland hauptsächlich im Mittelgebirge (die Gebiete um den Harz herum) angebaut wird. Der an der Ostseeküste (Mecklenburg-Vorpommern) vorkommende Bodentyp Pseudogleye ist sehr wasserreich und wird deshalb als Getreideland verwendet. Den sehr nährstoffreichen Lössboden findet man in Norddeutschland nur im Süden, wo das norddeutsche Tiefland ins Mittelgebirge übergeht. Nur südlich von Bremen und Oldenburg ist dieser Bodentyp noch anzutreffen.


Um abschließend noch zwei charakteristische Merkmale in der norddeutschen Landwirtschaft zu nennen, sollte man zunächst einen Blick auf das nördliche und westliche Niedersachsen sowie auf Schleswig-Holstein werfen. Dort wird nämlich, besonders im Cloppenburger und Oldenburger Raum, intensive Viehhaltung betrieben. Auch an den Küsten entlang ist dieser Landwirtschaftszweig mehrfach vorzufinden. Die entwässerten Moorböden und auch die Braunerden sind hiefür die idealen Bedingungen.

Schleswig-Holstein hat neben dem Anbau von Weizen in Küstennähe (Kieler Bucht, an der Ostseite Schleswig-Holsteins) auch einen in Deutschland einzigartigen Anbau von Raps zu verzeichnen, aus dem das für einige neuartige Motorensysteme benötigte Rapsöl gewonnen wird, welches sehr viel schadstoffarmer als Benzin oder Dieselöl ist.

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