Aufgabe: Charakterisieren Sie die Figur Grenouille in Süskinds Roman „Das Parfüm„.
Jean-Baptiste Grenouille ist ein Mensch, der schon als Kind keine Lust hat zu sprechen, sondern seine Umwelt überwiegend durch Gerüche wahrnimmt. Seine Nase ist derart fein ausgeprägt, dass er Tausende von Gerüchen unterscheiden kann und sie förmlich riecht, wenn er sich an sie erinnert. Als Kind wird er von mehreren Leuten versorgt (Ammen, Kloster) und jeder nimmt ihn als merkwürdige Person wahr, die keinen Eigengeruch hat. Er ist sehr robust und verrichtet harte Arbeiten in einer Gerberei. Seinen Wunsch, der größte Parfumeur aller Zeiten zu werden, erfüllt er sich jedoch nur indirekt. Seine Parfumkreationen gibt sein Ausbilder und Chef, Maître Baldini, als die eigenen aus und verdient viel Geld damit. Nach siebenjähriger Einsamkeit in einer Höhle will Grenouille, dass die Menschen ihn beachten und später, dass sie ihm gehorchen – durch seine Parfums. Von da an nimmt er viele außergewöhnliche Gerüche war, die von jungen Mädchen ausgehen. Er ermordet 25 Mädchen und fängt ihren Duft mit Tüchern ein, da er den Duft besitzen will. Als ihm die Morde nachgewiesen werden, rettet er sich mit seinem aus dem Duft der ermordeten Mädchen kreierten Parfum vor der Hinrichtung. Sein Größenwahn, von allen Menschen geliebt und verehrt zu werden, steigt ihm zu Kopfe, so dass er sich mit dem Parfum überschüttet und die Leute um ihn herum so verrückt nach ihm sind, dass sie ihn auseinanderreißen und auffressen. Meiner Meinung nach machte ihn die fehlende Zuneigung von Kontaktpersonen in seiner Kindheit zum „genialen“ Scheusal. Genial in der Hinsicht, dass er alle Gerüche kennt und in seinem Gedächtnis abspeichert. Ein Scheusal ist er insofern, dass er vor lauter Größenwahn und auf der Suche nach seinem eigenen Duft zum skrupellosen Massenmörder wird.
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