Das antike Drama

1. Formen des antiken Dramas

  • antikes Drama
  • 3 Formen: Tragödie und die Komödie, Satyrspiel

    Tragödie: befasst sich hauptsächlich mit ernsten Themen, Mythologie und
    Göttern

    Komödie: alltägliches menschl. Leben, Tagespolitik

    Satyrspiel: nahm Themen der Tragödie auf und lieferte meist eine komisch-satyrische
    Parodie darauf

  • hauptsächlich um Tragödie
  • Griechenland
  • zeitliche Eingrenzung: Höhepunkt war ca. 530- 400 vor Christus

2. Vertreter und Werke

Tragödiendichter:

  • Aischylos: (ca. 525 – 456 vor Christus) :Orestie( vollständig erhalten),
    Sieben gegen Theben, Die Perser
  • Sophokles: (ça 496-406 vor Christus): Antigone, Elektra, König Ödipus
  • Euripides:(480- 406 vor Christus) : Medea, Andromache, Die Troerinnen

Komödiendichter:

  • Aristophanes (ca. 342 – 291 vor Christus): Die Ritter, Die Vögel

3. Ursprung des griechischen Dramas

  • griech. Drama entstanden aus einem kultischem Spiel
  • Dionysos Kult: Gott des Weines ,Verehrung
  • das Drama war Teil der Verehrung dieses Gottes
  • aufgeführt gegen Anfang April an Festspieltagen zu Ehren von Dionysos ( 6
    Tage)
  • Staatskult: Demonstration des Reichtums und der Macht des Stadtstaates
    Athen
  • Preiswettkampf dreier Dichter: jeder führte eine Tetralogie auf ,d.h. 3
    Tragödien und 1 Satyrspiel (Laien-Jury entschied über Sieg)
  • jede Tragödie durfte nur einmal gespielt werden

4. Aufführungsort und Aufführungspraxis:

  • Theater
  • in Athen: am Fuße der Akropolis ; Theater fasste ca. 14.000 – 17.000
    Zuschauer
  • offene Arena mit ansteigenden Sitzplätze (obersten Sitzplätze teilweise
    bis 24 Meter über der Orchestra)
  • Begriffe:
    Orchestra: Tanzplatz in der Mitte (Chor)
    Proskenion: rechteckige Spielfläche (Schauspieler)
    Skene: Bühnenhaus mit Umkleideräumen
  • berühmte Theater:
    Theater in Epidauros (Photo)
    Bilder
  • pro Tag zwischen 7 und 9 h lange Aufführungen
  • Zutritt war allen gewährt (Demokratie)
  • lauter: durch Schalltrichter
  • nur ein einheitliches Bühnenbild
  • alle Schauspieler tragen Masken
  • somit keine Mimik möglich nur Körpersprache
  • Kothurn: dicksohliger Stiefel
  • Maske (Symbol der Verwandlung)
  • Zweck: Anpassung an die Großräumigkeit des Freilichttheaters
  • lange bunte Kleider, bis zum Boden
  • nur männliche Schauspieler ( auch Frauenrollen)
  • wenig Schauspieler die viele Rollen spielen

5. Aufbau der Tragödie

siehe Schema
heute übernommen

6. Besonderheiten der antiken Tragödie

a) Stoff der antiken Tragödie

  • bereits vorgeprägte Fabeln
  • entnommen aus: Mythen, z.B. aus trojanischem Sagenkreis, Herakles
  • mythische Fabeln waren dem Publikum bekannt
  • deswegen: Unterscheidung durch persönliche Variationen des Dichters und
    die dichterische Kraft des Autors
  • Aufgabe des Tragikers: dramatische Strukturierung des Stoffes
  • weitere Aufgabe: wie vor Augen und Ohren des Publikums eine Entscheidung
    zustande kam
  • innere Handlung spielt große Rolle
    kurz: Nicht das “Was” sondern das “Wie” war
    entscheidend!
    (anderer Literaturbegriff!)

b) Chor

  • vordramatisches Element
  • urspr.: 50 Knaben und Männer
  • urspr.: eröffnete das Theater
  • Chor singt, kommentiert, warnt, klagt, betet als Sinnbild für das
    Gemeinwesen der Polis

c) Sprache

  • entweder Sprechen oder auch Singen
  • höherstehende Sprache
  • Versmaß (jambischer Trimeter)

7. Aristoteles

  • Lebensdaten: 384-322 v. Chr.
  • Schüler Platons
  • Erzieher Alexanders des Großen
  • vielseitiger Gelehrter
  • Werke: Psychologie , Physik, Politik, Rhetorik, Poetik
  • Buch: “Von der Dichtkunst” , es geht um: Epos, Tragödie,
    Komödie (Teil fehlt)
  • Systematische und umfassende Untersuchung des Dramas
  • erster, der ein schriftl. Werk darüber verfasste
  • Praxis vorher, Theorie danach

8. Die Tragödientheorie des Aristoteles (Tragödie)

a) Kennzeichen der Tragödie

  • Nachahmung einer guten (ethisch gut) und in sich geschlossenen Handlung
  • in anziehend geformter Sprache: Rhythmus, Sprache, Melodie

b) Wirkung und Ziel des Theaterbesuchs

  • durch den Theaterbesuch:
    Hervorrufen von Jammer(Eleos) und Schauder( Phobos) –> Reinigung von
    derartigen Erregungszuständen (Katharsis); Selbstkontrolle

c) Eleos:

  • Jammer: Rührung über ein bestimmtes Übel, dass eine Figur unverdient
    trifft, aber auch den Zuschauer treffen könnte

d) Phobos:

  • Schrecken ,der den Zuschauer beim Miterleben einer entsetzlichen Handlung
    erfasst

e) Katharsis:

  • Schicksal der handelnden Personen erzeugt Mitleid und Furcht und so eine
    Reinigung.
    Ausscheidung schädlicher Substanzen, ein Vorgang der sittliche Konsequenzen
    hat.

–> Um diese Wirkung zu erzielen muss eine Identifikation des Zuschauers
mit der Handlung und dem Held vorhanden sein. Dass das möglich ist, müssen
bestimmte Bedingungen erfüllt sein:

f) Mimesis

  • z.B. : die Handlung muss wahrscheinlich sein
  • keine Nachahmung der Wirklichkeit, nur Vorstellung was möglich ist (=
    Mimesis)
  • Bedingungen hierfür: Glaubwürdigkeit
  • Glaubwürdigkeit wird erreicht durch:
    Darstellung vorstellbarer Dinge
    Plausibilität für den Zuschauer (Einheit der Zeit und
    der Handlung)
  • nur so Ziel: Identifikation.

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1 Kommentar

  1. Hallo Herr Krauß,
    ich bin jetzt in der 11. Klasse und muss ein Referat über das Drama der Antike halten. Könnten Sie mir möglicherweise erklären wie das griechische Dram mit dem antiken Drama zusammenhängt`? Das wäre superlieb:)
    Dankesachön und bald einen guten Rutsch ins neue Jahr!
    Liebe Grüße,
    Laura Fischer

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