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Schule > ErdkundeAllgemein > Probleme bei der Erschließung Westsibiriens   

  Probleme bei der Erschließung Westsibiriens  

Verfasst von Oliver Kuna am 01.01.2001

(→ Landschaftszonen und Raumanalyse, S. 102; Diercke-Weltatlas S. 146)

Im Text "Ökologische, technische und organisatorische Probleme bei der Erschließung Westsibiriens", der 1972 in "Osteuropa" ('Der westsibirische Komplex' von D. Belorusov u. V. Varlamov) erschienen ist, geht es um die expansive Erschließung großräumiger Gebiete in Russland zur Erdöl- und Erdgasförderung und um die Probleme, die diese Ausweitung mit sich zieht. Die Förderung dieser fossilen Rohstoffe in großem Stil begann Anfang/Mitte der 60er Jahre an der Ostküste des Kaspischen Meeres (40° nördl. Breite, 50° östl. Länge) mit dem Aufbau von Baku I.

Auch im Wolga-Ural-Gebiet entwickelte sich ein weiteres Industriegebiet für Erdölförderung: Baku II (53° nördl. Breite, 53° östl. Länge). Jedoch wurde in beiden Bakus soviel Erdöl gefördert, dass die Reserven bald erschöpft waren und die ehemalige Sowjetunion ein drittes Baku errichten musste. Dies war notwendig, weil das Land zum einen auf Erdöl und -gas angewiesen war und es zum anderen durch Erdöl- und Erdgasexporte von den Devisen abhängig war. Die damalige Sowjetunion musste also handeln, um die Stabilität ihrer Währung nicht zu gefährden. So wurde in Westsibirien ein Gebiet erschlossen, das zwar riesige Vorräte an Erdöl/Erdgas (mehr als 100 Vorkommen wurden erkundet) und anderen Bodenschätzen besitzt, aber ein extrem kaltes Klima besitzt und über ebenso schlechte Bodenverhältnisse verfügt. Die Größe des Gebiets (62° nördl. Breite, 73° östl. Länge) ist mit einer Fläche von 2.000.000 qkm (2000 km NS-Richtung, 1200 km WO-Richtung) überwältigend.

Betrachtet man sich die Anordnung der verschiedenen Bakus auf der Karte einmal genauer, so fällt auf, dass sie immer weiter nach Nordosten verlegt wurden. Von den drei Bakus nimmt das zweite Baku die zentralste Position ein - es liegt zwischen 300 und 500 km westlich von den großen Städten im Uralgebiet, in denen viel Bergbau betrieben wird. Die ungünstigste Lage hat das dritte Baku. Es liegt nicht nur weit von größeren Städten entfernt und hat schlechte Klima- u. Bodenverhältnisse (s. o.), sondern ist auch nur schwer erreichbar. Die Wasserstraßen (Irtysch, Ob) sind aufgrund der extremen Kälte über 180 Tage im Jahr vereist und somit nur bedingt oder nur schwer nutzbar. Lediglich über Erdöl- und Erdgasleitungen ist das dritte Baku mit Städten wie Omsk oder Novosibirsk verbunden.

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