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  "Das Parfum" (Patrick Süskind): Charakterisierung von Grenouille  

Verfasst von Oliver Kuna am 01.01.2000
Besucher-Urteil: Note 2,6 (Skala: 1-6)
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Aufgabe: Charakterisieren Sie die Figur Grenouille in Süskinds Roman "Das Parfüm".

Jean-Baptiste Grenouille ist ein Mensch, der schon als Kind keine Lust hat zu sprechen, sondern seine Umwelt durch Gerüche wahrnimmt. Seine Nase ist so fein ausgeprägt, dass er Tausende von Gerüchen unterscheiden kann und sie riecht, wenn er sich an sie erinnert. Als Kind wird er von mehreren Leuten versorgt (Ammen, Kloster) und jeder nimmt ihn als merkwürdige Person wahr, die nicht riecht. Er ist sehr robust und verrichtet harte Arbeiten in einer Gerberei. Seinen Wunsch, der größte Parfumeur aller Zeiten zu werden, erfüllt er sich jedoch nur indirekt. Seine Parfumkreationen gibt sein Maître Baldini als eigene aus und verdient viel Geld damit. Nach siebenjähriger Einsamkeit in einer Höhle will er, dass die Menschen ihn beachten und später dass sie ihm gehorchen - durch seine Parfums. Von da an nimmt er viele außergewöhnliche Gerüche war, die von jungen Mädchen ausgehen. Er ermordet 25 Mädchen und fängt ihren Duft mit Tüchern ein, da er ihn besitzen will. Als ihm die Morde nachgewiesen werden, rettet er sich mit seinem Parfum vor der Hinrichtung. Sein Größenwahn, von allen Menschen geliebt und verehrt zu werden, steigt ihm zu Kopfe, so dass er sich mit dem Parfum überschüttet und die Leute um ihn herum so verrückt nach ihm sind, dass sie ihn auseinanderreißen und auffressen. Meiner Meinung nach machte ihn die fehlende Zuneigung von Kontaktpersonen in seiner Kindheit zum genialen Scheusal. Genial in der Hinsicht, dass er alle Gerüche kennt und in seinem Gedächtnis abspeichert. Und ein Scheusal ist er insofern, dass er vor lauter Größenwahn und auf der Suche nach seinem eigenen Duft zum skrupellosen Massenmörder wird.

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