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Schule > DeutschRomane > "Effi Briest" (Theodor Fontane): Dialoganalys...   

  "Effi Briest" (Theodor Fontane): Dialoganalyse (Gespräch Mutter/Effi)  

Verfasst von Oliver Kuna am 06.12.2000
Besucher-Urteil: Note 2,0 (Skala: 1-6)
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Arbeitsgrundlage: "Effi Briest" (Gespräch Mutter/Effi, S. 13-14)

Es ist Effis Mutter, Luise von Briest, die in dem Gespräch zwischen Effi und ihr den Ton angibt. Sie will ihrer Tochter nämlich sagen, dass Innstetten um ihre (Effis) Hand angehalten hat. Jedoch hat sie sie gerade aus dem Spiel mit ihren Freundinnen geholt, was sie gleich wieder gutzumachen versucht, indem sie Effi Vertrauen und mütterliche Nähe entgegenbringt (S. 14, Z. 7-8 "'...meine süße Effi', - und sie nahm ihres Kindes beide Hände"). Außerdem macht sie Effi neugierig, indem sie mehrfach sagt: "ich muss dir nämlich etwas sagen..." (S. 14, Z. 6, 7, 12). Als Luise ihr von Innstettens Heiratsantrag erzählt, gibt sie Effi gar keine Möglichkeit, etwas zu sagen, sondern spricht sofort von den vielen Vorzügen , die Innstetten habe, und dass sie gesellschaftlich groß aufsteigen wird (S. 14, Z. 20-22).

Effi kann, wie bereits erwähnt, eigentlich nicht auf die Botschaft reagieren. Zuerst allerdings ist sie erstaunt, worauf Luise v. Briest aber gleich mit einer geschickten Argumentation reagiert. Aber auch danach weiß sie zunächst nicht, wie sie zu dem Heiratsantrag steht, doch bevor sie weiterdenken kann, wird sie mit Innstetten konfrontiert und nach kurzer Unsicherheit scheint Ihre anfängliche Skepsis verschwunden zu sein.

Effis Mutter hat es sich in ihrer Funktion als Mutter zur Aufgabe gemacht, das - ihrer Meinung nach - Beste für ihre Tochter, nämlich die Heirat mit Innstetten, durchzusetzen. Vor ihrem Mann braucht sie dies nicht, aber es gilt Effi zu überzeugen, was aber nicht weiter schwierig ist, denn ihre Tochter vertraut ihr. Damit will sie Effi nicht etwa schaden, denn sie weiß wer Innstetten ist und welchen Charakter er hat. Schließlich kennt sie ihn noch aus ihrer Jugend, und beinahe hätte sie Innstetten geheiratet. Deshalb glaubt sie, dass nun Effi die Chance hat, ihren Platz einzunehmen, wobei sicherlich nicht nur dieser Aspekt im Vordergrund steht, sondern auch Innstettens gesellschaftliche Position.

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